Auch Städte in Polen wollen Tempo 30

am 15. September 2013

Ein fulminanter Auftakt für die “Europäische Woche der Mobilität”! Dreizehn polnische Bürgermeister und hochrangige Vertreter ihrer Kommunen haben ein Memorandum für Tempo 30 innerorts unterzeichnet und öffentlich ihre Unterstützung für das EU-weite Volksbegehrens „30 km/h – macht die Straßen lebenswert!“ erklärt. Dazu gehört auch die Stadt Danzig, eine der größten polnischen Städte, deren Bürgermeister Maciej Lisicki als erster unterschrieb. Die Unterzeichnung fand während eines internationalen Kongresses zur „Aktiven Mobilität“ vom 11.-13.9. in Danzig statt. 

Als Organisatoren des Volksbegehrens sind wir hocherfreut über diese Nachricht. Wenn jetzt Allianzen zwischen der lokalen Politik und der Zivilgesellschaft entstehen: wer will Tempo 30 auf Dauer noch stoppen? Das wird schließlich auch die EU zum Handeln bringen.  Die EU kann die Höchstgeschwindigkeit für fast ganz Europa harmonisieren, und dann kennt jeder diese wichtigen Sicherheitsregeln – überall. Eine wesentliche Voraussetzung für mehr Sicherheit und Umweltschutz.

Genau so haben das auch die Bürgermeister in Polen ausgedrückt. Sie listen gleich eine Reihe von Vorteilen auf, so zum Beispiel die Tatsache, dass Tempo 30 eine kostengünstige Maßnahme ist. Dass es die Luftverschmutzung reduziert, die Lebensqualität der Städte verbessert und günstige Bedingungen dafür schafft, dass Menschen sich häufiger fürs Zu-Fuß-Gehen oder Radeln entscheiden. Sie betonen, dass Polen als gastfreundliches Land von der Harmonisierung profitieren würde, weil dann auch die Gäste sich leichter  orientieren können, wenn sie die Grundregeln schon von zu Hause kennen. Überdies würden viele Städte ohnehin immer mehr Tempo-30-Zonen einrichten und sich vom 50-km/h-Standard in die Richtung niedrigerer Geschwindigkeiten bewegen. Die hohen Kosten, die für die dazu gehörige Beschilderung entstehen, könnten gespart werden, wenn Tempo 30 gleich als Normalität gilt. Dass es Ausnahmen geben muss, wo andere Tempolimits gelten, ist für sie wesentlich: Unser Volksbegehren fordert genau das. Dass nämlich die Kommunen selbst die entsprechenden Entscheidungen treffen sollen.  – genau so beschreiben es jetzt auch die polnischen Städtevertreter.

 

 

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