Software-Probleme – Pioniergeist ist gefragt

am 11. Dezember 2012

Dass diese Europäische Bürger-Initiative zu einem riesigen Experiments gehört, merken wir jeden Tag: an den Mails mit Fehlermeldungen zur Sammelsoftware. Vor allem aber am Ärger, weil nach vier Wochen immer noch keine weitere Sprachversion außer Englisch eingespielt werden kann.  Das nervt und kostet potenzielle Unterstützer-Stimmen. Andererseits….
…dürfen wir nicht vergessen, dass diese Bürger-Initiative viel mehr ist als nur eine Unterschriftensammlung. Tatsächlich hat es weltweit noch nie ein transnationales Bürgerbegehren gegeben, bei dem auch noch online gesammelt werden kann. Wir betreten also Neuland.

Es gibt tatsächlich massive Programmierfehler. Die Techniker der EU-Kommission arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Fehlerbehebung – und irgendwann werden alle in ihrer Sprache unterzeichnen können.

Verständnis braucht man auch für die bürokratisch umständliche Software der EU-Kommission:
Da muss man zunächst lange scrollen, bis das wichtige Feld “Unterstützen” überhaupt erscheint.  Wenn man dann kurz vor Schluss unterzeichnen soll, dass man die Datenschutzerklärung gelesen hat und das schnell noch tun will – fliegt man aus dem System: Fehlermeldung – alle eingegebenen Daten sind weg – zurück zum Anfang! (Also lieber gleich am Anfang lesen, der link dort funktioniert.)
Und wer kann schon das captcha (verfremdete Zeichen zum Nachweis, dass man kein Spam-Automat ist) auf Anhieb richtig lesen? Ganz zu schweigen von dem zweifelhaften Vergnügen, dass manche am Schluss ihr Formular nicht abschicken können, weil das gesamte System gerade instabil ist. Aber irgendwie geht es dann meist doch, mit Geduld und Pioniergeist.

Vielen Dank an alle, die uns ihre Rückmeldungen geschickt haben! Die Fehlerbeschreibungen werden demnächst ausgewertet und an die EU-Kommission geschickt. Und Stück für Stück wird das neue Instrument der Europäischen Bürgerinitiative immer praktikabler, einfacher, einflussreicher.

 

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siehe auch den Medienspiegel

 

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